Lebenslanges Lernen in der Autobranche

An der AMAG Academy Diplomfeier haben dieses Jahr 222 Absolventinnen und Absolventen ihr Diplom für eine Weiterbildung an der Ausbildungsinstitution der AMAG in Empfang genommen. Wir haben mit Gerald Ziegler, Leiter AMAG Academy, und Beat Jaeggi, Leiter AMAG Group Aftersales, über die AMAG Academy und die Bedeutung von lebenslangem Lernen in der Autobranche gesprochen.

AMAG Academy Diplomfeier

Am Freitag, 27. Juni 2014, haben Mitarbeitende der AMAG und ihren freien Partnerbetrieben den Lohn für harte Arbeit erhalten: Im Rahmen der AMAG Academy Diplomfeier, welche in der Umweltarena Spreitenbach stattgefunden hat, sind 222 Absolventinnen und Absolventen unterschiedlicher technischer Weiterbildungsrichtungen ausgezeichnet worden. Die Diplomanden sind mit dem neu erworbenen Wissen bestens für ihre Arbeit in der von rasanten Weiterentwicklungen geprägten Automobilindustrie gerüstet.

AMAG Academy Diplomfeier

«356 Personen haben in den vergangenen zwei Jahren Ihre Ausbildung an der AMAG Academy abgeschlossen.»

Herr Ziegler, welche Ziele verfolgen Sie mit der AMAG Academy?


Gerald Ziegler: Die AMAG Academy ist das innovative Kompetenzzentrum für Unternehmens- und Persönlichkeitsentwicklung für die gesamte AMAG Gruppe und ihre Partner. Unsere wesentlichen Ziele sind unter anderem die Weiterentwicklung der Ausbildungslandschaft der AMAG und ihrer Marken- und Servicepartner, der menschlichen und leistungsorientierten Unternehmenskultur sowie die Implementierung neuer und wirksamer Lernmethoden. Dazu gehört auch die Organisation und Durchführung der technischen Weiterbildungskurse, für deren Abschluss wir heute den Absolventinnen und Absolventen persönlich ihr Diplom überreichen dürfen.

Gerald Ziegler, Leiter AMAG Academy

Für welche Berufsgruppen bietet die AMAG Academy Weiterbildungen an?

Gerald Ziegler: Wir bieten Aus- und Weiterbildungen, Trainings sowie Coachings für alle in unserem Geschäftsfeld relevanten Berufsgruppen an. Von den Lernende bis hin zum Top Management. Die grösste Auswahl an Trainingsangeboten besteht aber für alle Aufgaben im Zusammenhang mit den Garagenbetrieben unserer Marken VW, Audi, SEAT, SKODA und VW Nutzfahrzeuge. Hier vermitteln wir den Teilnehmenden das Rüstzeug für Ihre Funktionen in der Geschäftsführung, im Verkauf, Service, Teile- und Zubehörbereich, in der Administration, der Gewährleistung und in der Werkstatt. Zudem werden wir, um dem bestehenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, zukünftig verstärkt Angebote für die Lernenden anbieten.

«Neben reinem Fachwissen entscheiden häufig auch weiche Faktoren über den Erfolg einer Sache.»

Sie konzentrieren sich bei den Inhalten also ausschliesslich auf das vermitteln von Fachwissen?

Gerald Ziegler: Keineswegs. Bei der Ausbildung an der AMAG Academy geht es uns um mehr als nur darum, gute Techniker und Verkäufer auszubilden. Wir legen in unseren Ausbildungen ein grosses Gewicht auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Studenten. Neben reinem Fachwissen entscheiden nämlich häufig weiche Faktoren über den Erfolg einer Sache. Die Leidenschaft dafür, an etwas mitzuwirken oder der Wille, etwas Grossartiges zu erreichen, sind wichtige Charaktereigenschaften, die wir von unseren Mitarbeitenden und Partnern erwarten und sie darum auch diesbezüglich fördern.

Wie viele Absolventen schliessen jährlich eine Weiterbildung bei der AMAG Academy ab?

Gerald Ziegler: Seit der letzten Diplomfeier vor zwei Jahren haben insgesamt 356 Personen ihre Ausbildung an der AMAG Academy erfolgreich abgeschlossen. 222 von Ihnen sind heute der Einladung zur Diplomfeier gefolgt. Sie alle sind optimal auf die zukünftigen technischen und menschlichen Herausforderungen in ihrem Beruf vorbereitet.

Lebenslanges Lernen hat besonderes in der Autobranche eine fundamentale Bedeutung.

Herr Jaeggi, als Leiter Group Aftersales zeichnen Sie sich bei der AMAG in vielen Bereichen dafür verantwortlich, den Kunden auch nach dem Fahrzeugkauf perfekte Kundenerlebnisse zu bieten. Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Bedeutung von lebenslangem Lernen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Beat Jaeggi: Die Automobilindustrie war schon seit jeher geprägt durch einen grossen Fortschrittsdrang und hohes Innovationspotenzial. Heute erleben wir in der Branche wohl die interessanteste Zeit seit der Erfindung des Automobils. In den kommenden Jahren stehen uns grosse Entwicklungen bevor. Ich denke da zum Beispiel an Assistenzsysteme, die das Autofahren sicherer machen. Oder Systeme, welche die Kommunikation unter Autos etablieren oder einfach den Reparaturprozess zwischen Kunden und Werkstatt vereinfachen könnten. Um mit solch revolutionären Fortschritten mithalten zu können, sind wir auf Mitarbeitende angewiesen, die jederzeit auf dem aktuellen Stand sind. Ohne den Willen, uns konsequent weiterzubilden, können wir mit den erwarteten Veränderungen nicht Schritt halten. Das lebenslange Lernen hat also besonders in unserer Branche eine fundamentale Bedeutung.

Beat Jaeggi, Leiter AMAG Group Aftersales

Ist es nicht so, dass Veränderungen in der Autobranche relativ vorhersehbar sind und man immer genügend Zeit hätte, Bildungslücken zu schliessen?

Beat Jaeggi: Vorhersehbar vielleicht. Aber nur wenn wir konsequent dran bleiben, können wir garantieren, dass wir unsere Kunden in allen Bereichen optimal beraten können. Assistenzsysteme in Autos könnten heute eigentlich schon viel mehr, aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen lassen dies teilweise noch nicht zu. Mit Betonung auf noch. Für uns bedeutet das, dass wir uns heute schon auf die Situation von morgen vorbereiten. Sonst laufen wir irgendwann der Zeit hinterher. Unsere Branche verändert sich womöglich schneller, als wir das glauben würden. Die Absolventinnen und Absolventen die heute ausgezeichnet worden sind, haben den richtigen Schritt getan. Sie haben sich mit Technologien und Techniken von heute und morgen auseinandergesetzt und sich vorbereitet. Das Diplom aber ist nun nicht als Abschluss zu betrachten, sondern als Zwischenschritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Zur Fotogalerie.Flickr.

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