Mitarbeitende im Fokus: Marc Gugelmann

Nach dem ersten Interview mit Daniel Marbach erzählt nun ein weiterer Mitarbeitender aus seinem Berufsalltag. Heute im Interview: Marc Gugelmann, Automobildiagnostiker. Der junge und lebensfrohe Mitarbeitende ermittelt täglich Störungen an Personenwagen und betreut zudem die Lernenden. Welche Aus- und Weiterbildungen er in seiner kurzen Berufslaufbahn bereits absolviert hat und was ihm am besten an seinem Beruf gefällt, erzählt er im Interview.

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Was sind deine zwei Ratschläge an dein 14-jähriges Ich?

Erstens, dass ich mir nicht bei jedem kleinen Fehler gleich den Kopf zerbreche. Heute weiss ich, dass jeder Fehler macht und Fehler zum Leben dazugehören. Ich habe gelernt, lockerer zu werden und darüber hinwegzuschauen. In meiner Lehrzeit war dies noch anders. Ausserdem würde ich nun während meiner Schulzeit mehr Zeit in das Erlernen von Fremdsprachen, insbesondere Englisch investieren. Auf Reisen ist es von grossem Vorteil, wenn man die englische Sprache beherrscht.

Was macht man als Automobildiagnostiker?

Ich kümmere mich um sämtliche Probleme von Autos. Der Beruf des  Automobildiagnostikers ist sehr umfangreich und vielseitig. Die Tätigkeiten reichen vom Radwechsel über Diagnosen bis hin zu einem Service. Hauptsächlich bin ich jedoch auf der Suche nach Fehlern und schaue, dass das Auto wieder einwandfrei läuft, wenn es unsere Garage verlässt. Dazu gehört auch das Zerlegen und wieder Zusammenbauen von Motoren und Getrieben. Zudem helfe ich bei der Lehrlingsausbildung mit. In themenbezogenen Kursen bereite ich die Lernenden bestmöglich auf die bevorstehenden Lehrabschlussprüfungen vor. Ausserdem machen wir bei uns in der Garage einen Probelauf für die praktische Prüfung, damit die Lernenden die Prüfungssituation kennenlernen und wir ihnen bei Schwachstellen nochmals unser Wissen und unsere Erfahrungen vermitteln können.

Marc Gugelmann, Automobildiagnostiker, bei der Arbeit.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?

Die grosse Abwechslung, welche meine Tätigkeit mit sich bringt. Ich werde immer wieder mit neuen Problemen konfrontiert und versuche, diese zu lösen. Wenn mir dies in einer angemessenen Zeit gelingt, gibt mir das ein sehr gutes Gefühl und ich bin  stolz auf mich. Auch der Gedanke, dass ich wieder einen Kunden glücklich gemacht habe, bereitet mir Freude.  Natürlich gefällt mir auch die Zusammenarbeit mit den Teamkollegen und den Lernenden. Hier im Betrieb herrscht eine lockere und gute Atmosphäre im Team.

Wie sieht deine bisherige Berufslaufbahn aus?

Nach meiner Schulzeit habe ich eine Lehre als Automobilmechatroniker bei der AMAG in Schinznach-Bad bei Audi/ŠKODA begonnen. Nach meinem Lehrabschluss im Jahr 2011 bekam ich von meinem Vorgesetzten die Chance, berufsbegleitend die Ausbildung als Automobildiagnostiker zu machen. Diese habe ich mittlerweile erfolgreich abgeschlossen.  Anfang dieses Jahres habe ich mir eine dreimonatige Auszeit in Australien gegönnt, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und um das Land zu bereisen. Nun bin ich bereits wieder im Arbeitsalltag angekommen und plane meine nächste Weiterbildung zum Automobil-Betriebswirt.

Was würdest du deinem besten Freund über die AMAG erzählen?

Bei der AMAG durfte ich eine sehr gute Ausbildung geniessen. Die Ausbildung ist auf einem sehr hohen Niveau und man bekommt als Lernender sehr viel Unterstützung. Ich wurde stets gut behandelt und man gab mir immer die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Wenn man Einsatz zeigt, wird man gefördert und kann  auch einmal unbezahlten Urlaub nehmen oder das Pensum aufgrund einer Weiterbildung reduzieren. Die AMAG ist  ein sicherer Arbeitgeber und es wird hier stets in die Infrastruktur investiert, so dass wir bestmöglich arbeiten können.

Was tust du, wenn du nicht arbeitest?

In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit meinen Kollegen, um etwas mit ihnen zu unternehmen. Seit Kurzem fahre ich auch Motorrad. Um meinen Kopf abzuschalten, gehe ich auch regelmässig ins Fitness-Studio. Es gibt bei mir kaum Momente, in denen ich nichts mache.

Was ich sonst noch sagen wollte

Während meines Auslandsaufenthalts ist mir nochmals bewusst geworden, dass wir unser Leben mehr geniessen sollten. Wir Schweizer leben oftmals zum Arbeiten und nicht zum Leben. Das finde ich schade, denn das Leben ist doch zum Leben da und nicht nur zum Arbeiten. Nichtsdestotrotz schätze ich den hohen Lebensstandard in der Schweiz und dass jeder den Beruf ausüben kann, den er möchte, sofern er das notwendige Engagement zeigt.

Marc Gugelmann mit einem Lernenden.