My Grand Tour of Switzerland: Das Matterhorn

Schweiz Tourismus schlägt den Weg von Lugano nach Zermatt als eine Strecke der Grand Tour of Switzerland vor. Da ich einen Teil dieser Strecke bereits befahren habe, geht’s heute in umgekehrter Richtung von Zermatt nach Zürich.

Die Strecke dieser Etappe von Lugano nach Zermatt anzugeben, ist eigentlich nicht ganz korrekt. Da Zermatt autofrei ist und man sich dort ausschliesslich mit Elektromobilen fortbewegen kann, muss man das Auto bereits in Täsch bei Zermatt stehen lassen. Hier ist man perfekt eingerichtet und kann sich seinen Platz im Parkhaus völlig stressfrei bereits im Voraus reservieren . Von Täsch aus geht es bequem im Zug oder Taxi in etwa 20 Minuten bis nach Zermatt.

In Zermatt angekommen, bewegt man sich dann entweder zu Fuss oder mit den Elektromobilen vor Ort. Je nach Witterung und bei guter Kondition auch mit dem Velo. Dies meisten Hotels bieten einen Abholservice vom Bahnhof an, man teilt einfach die Ankunftszeit mit und wird abgeholt. In Zermatt gibt es einige schöne Hotel und sehr gute Restaurants, ich habe in Bergregionen und speziell auf der Piste selten so gut gegessen wie in Zermatt. Die Aktivitäten sind sehr vielseitig und für die Schneefans bietet Zermatt ein ganzjähriges Skigebiet. Aber auch Wanderfans und Gourmets kommen voll auf ihre Kosten. Trotz seiner Berühmtheit hat Zermatt noch den Charakter eines Bergdorfes. Das Matterhorn ist extrem eindrücklich und auf jeden Fall eine Reise wert.

Lecker wars!

Von Zermatt resp. von Täsch aus kann man auch einen Ausflug ins benachbarte Tal machen und das Saastal besuchen, welches Sommer wie Winter für einen Ausflug lohnt. Die Menge an Viertausendern ist auf jeden Fall beeindruckend. Etwa eine Dreiviertelstunde ist notwendig, um die kurvige Strecke zu bewältigen.

Bergpanorama in Saas Fee

Egal, ob man vom Saastal oder von Zermatt/Täsch herkommt, um wieder in den Norden zu gelangen, muss man zuerst einmal nach Brig. Von Täsch schlängelt sich die Strasse kurvig hinunter bis nach Brig. Ich merke den Höhenunterschied vor allem in meinen Ohren. In Brig machte ich einen kurzen Stopp, um das bereits im 17. Jahrhundert erbaute Stockalperschloss zu besichtigen. Eine Schlossführung war zeitlich leider nicht möglich, bei einigermassen schönem Wetter konnte ich zumindest im Schlossgarten flanieren.

Von Brig aus führte mich der Weg bis nach Bettmeralp, quasi am Fusse des Aletschgletschers. Ab Betmmeralp bringt einen eine Gondel bequem aufs Bettmerhorn. Vom View Point Bettmerhorn auf 2647 m hat man einen atemberaubenden Blick auf den Grossen Aletschgletscher. Ein besonderes Erlebnis ist eine geführte Gletschertour , bei der man den Gletscher mit einem erfahrenen Bergführer aus allernächster Nähe bestaunen kann. Die Touren finden witterungsbedingt allerdings nur von Mitte Juni bis etwa Mitte Oktober statt, ich kam daher aktuell noch nicht in den Genuss.

Durch den Landschaftspark Binntal hindurch gings von Fiesch über Mühlebach VS und Niederwald bis nach Oberwald.

Fahrt durchs schöne Binntal

Da der Furkapass meist erst Ende Mai oder noch später wieder befahrbar und die Wintersperre erst dann aufgehoben ist, stand die Option einer Fahrt über den Pass leider nicht zur Auswahl. Mit dem Furka-Autoverlad fährt man stattdessen mit dem Auto auf dem Zug durch den Tunnel. Nach etwa einer Viertelstunde verlässt man den Tunnel bei Realp wieder.

Auf dem Furka-Autoverlad

Von dort aus gelangt man abseits der Autobahn über Andermatt bis nach Wassen und danach bis Flüelen am Vierwaldstätter See. Die Strecke am See entlang ist wunderschön und absolut empfehlenswert, wenn möglich würde ich hier nicht an einem Wochenende fahren, es sei denn man stört sich nicht an einer Vielzahl von Fahrzeugen. An einem Wochenende kann die Fahrt auch etwas länger dauern. Immerhin eine schöne Aussicht im Stau. Da meine Zeit nun leider etwas knapp geworden ist, habe ich in Schwyz die Überlandstrasse verlassen und bin über die Autobahn zurück nach Zürich gefahren. Mein Tipp zu dieser Etappe: Zermatt selbst ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Um aber die Tour voll auskosten zu können, würde ich diese Strecke idealerweise im Sommer fahren, wenn auch alle Pässe offen und befahrbar sind. Wissenswerte Infos zu den Schweizer Pässen finden Sie beispielsweise beim TCS.

Am Schluss noch eine wichtige Zusatzinformation: Auf diesen Sommer hin wird die gesamte Strecke der Grand Tour of Switzerland mit Ladestationen ausgerüstet werden. Es wird dann also möglich sein, die mehr als 1600 km rein elektrisch zu befahren.

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