Negativzins – wie weiter?

Das dritte AMAG Impuls Frühstück 2016 fand in der AMAG Zug statt. Der Gastreferent Pierin Vincenz, Verwaltungsratspräsident der Helvetia Gruppe, hat die rund 70 Gäste mit einem spannenden Referat zum Thema Negativzins bereichert.

Am Freitag, 17. Juni 2016, fanden sich rund 70 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft in der AMAG Zug zum dritten AMAG Impuls Frühstück ein. Als Gast referierte der ehemalige Raiffeisenbank-Chef Pierin Vincenz zum Thema «Negativzins – wie weiter?». Der Verwaltungsratspräsident der Helvetia Gruppe nutzte die Gelegenheit, offen und klar seine Ansichten zum Thema zu schildern.

Pierin Vincenz begann sein Referat mit dem Ursprung des Negativzinses, welchen er in der weltweiten Wirtschaftskrise, ausgelöst durch die Spekulationen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, sieht. Dazu komme, dass der Schweizer Franken als sichere Währung auf dem Geldmarkt sehr attraktiv sei. Dies mache den Franken bei Unruhen und Unsicherheiten stärker, weil die Nachfrage dann steige. Er führte die Möglichkeiten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) der Währungsbeeinflussung aus, zu welchen eben der Negativzins gehöre. Die SNB habe diesen eingeführt, um sicherzustellen, dass vom Ausland zum Schutz der Währung weniger Geld in die Schweiz fliesse. Seiner Meinung nach sei es schwierig abzusehen, was die genauen Konsequenzen des Negativzinses sein. In den Augen des Gastreferenten würden diese extreme Auswirkungen im Verhalten der institutionellen Anleger und auch auf das Vorsorgesystem haben. Er ist überzeugt, dass die Negativzinsen noch lange bleiben werden.

Abschliessend meinte Pierin Vincenz, dass man aber eine Situation so annehmen müsse, wie sie sei. Solche schwierigen Zeiten sollten genutzt werden, um durch innovative Lösungen zu reüssieren.

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