Wie zukunftsfähig ist Nachhaltigkeit?

Der Begriff «Nachhaltigkeit» wird heute fast inflationär verwendet und mehrheitlich als wertkonservative Haltung verstanden. Jedes Unternehmen sollte seine Aktivitäten auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit überprüfen und versuchen, einen möglichst kleinen «Footprint» aufzuweisen. Hat diese Strategie Zukunft oder blockiert Nachhaltigkeit den wirtschaftlichen Erfolg? Aktuelles und Hintergründe aus der Welt des Autos. Jetzt abonnieren.

Die AMAG Breakout Session am diesjährigen Swiss Economic Forum befasste sich mit der Frage «Wie zukunftsfähig ist Nachhaltigkeit?». Was ist Nachhaltigkeit, wie gelingt es Unternehmen, nachhaltig zu sein und warum sind Familienunternehmen oftmals nachhaltiger? Diese Fragen standen im Zentrum. Dr. Philipp Aerni, Direktor des CCRS der Universität Zürich, eröffnete die Breakout Session mit einem Impulsreferat.

Dr. Philipp Aerni, Direktor CCRS der Universität Zürich

Er zeigte auf, dass im Moment der Fokus im Bereich der Nachhaltigkeit hauptsächlich bei der Minimierung der Risiken resp. Schäden liegt. Der Fokus der Selbstregulierung ignoriere die Tatsache, dass Unternehmen dann einen grossen gesellschaftlichen Nutzen bringen, wenn sie auf neue Risiken mit Ideen und Mut zur Innovation reagieren. Laut Dr. Aerni ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen den Unternehmen ermöglichen, neue Märkte zu erschliessen, die positive Effekte auf Umwelt und Gesellschaft haben. Auch Anreize könnten diese Entwicklung fördern. Dr. Aerni plädierte für ein progressives Nachhaltigkeitsverständnis und für eine Sichtweise, welche die Wirtschaft als Teil der Lösung und nicht nur als Teil des Problems sieht.

Podiumsgespräch an der AMAG Breakout Session 2017

Im anschliessenden Podiumsgespräch erörterten Ständerätin Pascale Bruderer Wyss, Josef Maushart, CEO der FRAISA Gruppe und Gewinner des Family Business Awards 2016, Morten Hannesbo, CEO der AMAG unter der Moderation von Dino Graf, Leiter Group Communication der AMAG das Thema weiter. Pascal Bruderer Wyss meinte, dass der Rechtsrahmen den Unternehmen Sicherheit geben müsse, damit die unternehmerische Freiheit gelebt werden kann und zudem spiele für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens der CEO eine entscheidende Rolle.

Aus Sicht von Morten Hannesbo müssen die Mitarbeitenden auch daran glauben, dass man zusammen eine Zukunft hat – dies schaffe Nachhaltigkeit. Das ethische Verhalten der Mitarbeitenden im Unternehmen dürfe zudem nicht anders sein, als dasjenige der Mitarbeitenden als Privatperson, ergänzte Josef Maushart.
Weiter wurde diskutiert, ob Nachhaltigkeit förderlich sei für den wirtschaftlichen Erfolg. Es würde sogar immer zukunftsfähiger, sagte Pascale Bruderer Wyss, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher fordern Nachhaltigkeit immer mehr ein.

Das ganze Video der AMAG Breakout Session:

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