Das Fahrzeuglogistikzentrum (FLZ) Studen bei Biel ist der kleine Bruder seines Pendants in Birrfeld. Dort werden auf einer Fläche von etwa 21 Fussballfeldern sämtliche rund 70’000 Neuwagen der Marken VW, Audi, SEAT und VW Nutzfahrzeuge inspiziert, verzollt und für die Strasse vorbereitet.

Zusammenarbeit mit Partnern

In Studen ist die AMAG mit nur sieben Mitarbeitenden sehr schlank aufgestellt. Anders als in Birrfeld, wo die AMAG alle Arbeiten selber erledigt, führt das kleine Team in Studen nur Oberflächenkontrollen sowie technische Arbeiten an den Autos durch. Die Verzollung, Reinigung und Reparatur von Carrosserie- oder Lackschäden werden Partnern überlassen. Auf dem Areal werden nämlich neben ŠKODA auch Neuwagen anderer Marken importiert.

Anlieferung und Verzollung

Die Autos kommen per Lastwagen aus den verschiedenen osteuropäischen Werken ins Fahrzeuglogistikzentrum. Dort angekommen kontrollier sie eine Partnerfirma auf Schäden und führt die Verzollung durch. Da sich auf der Reise immer etwas Schmutz bildet, werden die Autos gewaschen.

Die AMAG Mitarbeitenden nehmen das Auto danach gründlich unter die Lupe. Denn der Kunde darf von der AMAG ein Auto in einwandfreiem Zustand erwarten. Den geschulten Augen entgeht kein Kratzer und keine Delle. «Besonders häufig sind kleine Schäden an den Felgen oder feine Kratzer unten an der Stossstange. Sie entstehen während dem Transport auf dem Lastwagen oder beim Abladen», berichtet Manfred Walter, Leiter des FLZ Studen.

Oberflächenkontrolle Import ŠKODA

Rundherum wird das Auto auf Schäden kontrolliert. Insbesondere an den Felgen und im Lack können beim Transport kleine Schäden entstehen.

Vor der Auslieferung fallen bei allen Neuwagen diverse technische Arbeiten wie das Auffüllen von Flüssigkeiten, die Kontrolle des Reifendrucks oder die Überprüfung der Batteriespannung. Die Garage, welche das Auto verkauft hat, kann entscheiden, ob sie dies selber übernehmen will oder dem FLZ übergibt. In Studen übernimmt einer der vier Automobil-Mechatroniker bzw. Automobil-Fachmänner/-frauen diese Aufgaben. Spezialarbeiten, wie etwa der Einbau von Fahrlehrerpedalen, werden ebenfalls in der AMAG eigenen Werkstatt im Fahrzeuglogistikzentrum erledigt. «In der Wintersaison sind wir besonders stark ausgelastet, da wir bei vielen Fahrzeugen Winterreifen anbringen müssen», schildert Manfred Walter.

Werkstatt Import ŠKODA

Flüssigkeiten auffüllen, Winterreifen montieren und viele weitere Kontrollen erledigt die AMAG in ihrer eigenen Werkstatt.

Erst wenn der Neuwagen unseren Qualitätsansprüchen genügt, übergeben ihn die Mitarbeitenden an den Transport in die Garage. In der Regel verlassen die Autos nach fünf Tagen das FLZ. Im Schnitt sind es pro Woche ca. 350 Autos, auf die ein glücklicher Kunde bereits sehnlichst wartet. Hoffentlich wird es ihm viel Freude bereiten!

Transport ŠKODA

Auf zum Kunden: Diese Fahrzeuge werden für den Transport verladen.

Mehr zur Logistik bei der AMAG erfahren

2 Kommentare

  • Timo Schilling

    Alle Skoda kommen über Studen. Und gefühlt alle Skoda werden dort – notabene ohne Nummernschild und deshalb wohl ohne Versicherungsschutz im Dorf Studen und dann auf der Büetigenstrasse probegefahren. Polizeikontrollen wären von weitem zu erkennen, also gibt man Vollgas, 160 laufen die Dinger ja problemlos. Dass unsere Pferde mit den Therapiekinder auf dem Rücken bisher immer ruhig geblieben sind, dass der Hund noch lebt und Jogger und Rennradfahrer bisher alle noch leben, scheint manchmal etwas verwunderlich. Was, wenn doch etwas passiert? Wer zahlt, wenn die Wagen nicht eingelöst und die Sache als fahrlässig eingestuft wird? Die Fahrten sind inzwischen übrigens gut dokumentiert.

    • Sandra Zippo

      Lieber Timo

      Besten Dank für dein Feedback.
      Die Fahrzeuge, welche in Studen auf öffentlichen Strassen Probe gefahren werden, sind immer mit einer U-Nummer versehen. Diese sind an der Front- und Heckscheibe von Innen mit einem Saugnapf befestigt. Darum kann es vielleicht den Anschein gehabt haben, dass die Fahrzeuge ohne Nummernschilder unterwegs sind, was aber nicht der Fall ist.
      Unsere Fahrerinnen und Fahrer sind sich bewusst, dass sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten müssen. Eine kürzlich stattgefundene Polizeikontrolle hat die korrekte Vorgehensweise diesbezüglich auch noch bestätigt. Dennoch werden wir diesen Punkt in den kommenden Meetings nochmals aufgreifen und unsere Mitarbeitenden dafür sensibilisieren.
      Es ist uns ein grosses Anliegen, dass sich sowohl Mensch als auch Tier sicher und wohl fühlen.