Sandra, wie sieht dein beruflicher Weg bis heute aus?

Nach dem Abschluss des Gymnasiums habe ich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Zürich studiert. Neben dem Studium habe ich vier Jahre lang Teilzeit als Assistentin und danach als Marketing- und Kommunikationsverantwortliche bei der KLAFS AG gearbeitet und konnte bereits viel Berufserfahrung in der Kommunikation sammeln. Im Jahr 2017 habe ich dann zur AMAG als Assistentin im Bereich Group Communication gewechselt. Obwohl ich nicht genau wusste, ob ich auch wirklich Kommunikationsaufgaben übernehmen darf, habe ich dieses Risiko auf mich genommen – was sich definitiv gelohnt hat. Mein Vorgesetzter hat mich nämlich stets gefördert und auf meinem weiteren Weg unterstützt. So wurde ich nach einiger Zeit zur Communication Managerin befördert. Vor einigen Monaten konnte ich dann einen weiteren grossen Schritt innerhalb der AMAG machen und die Rolle der PR Managerin ŠKODA übernehmen. 

Was macht dich neben dem Beruf aus?

Es macht mir Spass, viel mit meiner Familie und meinen Freunden zu unternehmen. Trotzdem bin ich in einer Gruppe wohl eher der Ruhepol. Meist beobachte ich Situationen in aller Ruhe, bevor ich mir eine Meinung bilde oder mitrede. Ich glaube das schätzt mein Umfeld besonders an mir, weshalb ich auch oft nach Rat gefragt werde. Mir ist es wichtig, immer für meine Freunde und die Familie da zu sein – und natürlich zu wissen, dass das auch umgekehrt so ist.

Wo findest du Ausgleich zu deinem Alltag?

Ich bin ein typisches «Pferdemeitli» (lacht). Ich habe ein Islandpferd Namens Partur und verbringe daher sehr viel Zeit auf dem Hof. Ich fühle mich dort unglaublich wohl und kann so richtig abschalten. Sobald ich beim Ross bin, geht es nicht mehr um den Job oder irgendwelche Dinge, die ich noch erledigen muss. Sondern es geht um mich und mein Pferd. Daher sind die drei Stunden, die ich ca. sechs Mal pro Woche dort bin, für mich auch nie ein Müssen – sondern ein Energietanken. Wenn ich nach Hause gehe, bin ich wieder fit und motiviert für alles, was auf mich wartet.

Was zeichnet dich als Person im Berufsleben aus?

Ich bin zielstrebig und weiss was ich will. Wenn mir jemand eine Aufgabe gibt, dann will ich diese korrekt umsetzen. Ausserdem bin ich eine Teamplayerin. Obwohl ich nicht immer die Lauteste bin und vielleicht etwas Zeit brauche um anzukommen, ist mir ein guter Teamspirit sehr wichtig. Und ich bin sicher auch kritikfähig. Natürlich kann man Fehler machen – sollte man auch, denn nur so wird man besser – aber mein Ziel ist, dass ich keinen Fehler zweimal mache. Ich sage mir selbst immer, dass ein gemachter Fehler nicht nochmal passieren sollte. 

Sandra mit ihrer ehemaligen Teamkollegin Christine

Wer hat dich auf deinem Weg inspiriert?

Das waren verschiedene Personen, tatsächlich sogar meistens Frauen. Bei meinem ersten Arbeitgeber hat mich sicherlich meine Chefin geprägt. Sie hat mir von Beginn an bei vielen Dingen freie Hand gelassen und mich sehr gefördert. Das hat mich enorm weitergebracht. Ich habe auch heute noch ein gutes Verhältnis zu ihr. Auch von meiner ehemaligen Vorgesetzten bei der AMAG habe ich viel gelernt und mit auf meinen Weg genommen. Wenn ich auf Herausforderungen treffe, überlege ich immer, welche Ansätze sie gewählt hätten und adaptiere sie dann für mich und meine Situation. Und wer mich auch sehr beeindruckt hat, sind vier Frauen, die ich in meinem CAS Kommunikationsmanagement kennen lernen durfte. Sie stehen mit beiden Beinen – beruflich und privat – im Leben und sind angekommen. Das bewundere ich sehr.

Sandra mit ihren Freundinnen aus dem CAS

Sandra mit ihren Freundinnen aus dem CAS

Welche Erfahrungen hast du in einer männerdominierten Branche wie die der AMAG gemacht?

Wenn man über Fachkompetenz verfügt, sollte es keine Rolle spielen, ob man mit männlichen oder weiblichen Arbeitskollegen zu tun hat. In der AMAG wird Gleichberechtigung sehr gefördert, weshalb ich in meiner bisherigen Zeit hier keine speziellen oder gar negativen Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe.

Was würdest du jüngeren Frauen mit auf den Weg geben?

Nehmts locker und geniesst euer Leben! Nein, wirklich…man ist später genug lange im Arbeitsleben und dem Druck unserer Leistungsgesellschaft ausgesetzt. Ich bin überzeugt, dass alles so kommt, wie es kommen muss. Wenn ich also Anderen etwas raten darf ist es, sich weniger Druck zu machen und sich nicht verunsichern zu lassen, wenn mal etwas nicht gleich funktioniert. Es gibt immer einen Weg – und dafür kann man sich auch mal etwas Zeit lassen. Wichtig ist vor allem, dass man an sich selbst glaubt.

Wie hast du es geschafft, deinen Zielen näher zu kommen?

Ich muss(te) auch immer wieder kämpfen in meinem Leben und mal «unedure». Früher habe ich alle Rückschläge hinterfragt und «zerdenkt». Als Kopfmensch wohl ein total normales Verhalten. Inzwischen habe ich aber gelernt, mehr auf mich und meinen Körper zu hören und meine Einstellung geändert. Wenn heutzutage mal etwas nicht läuft, wie ich es mir vorstelle, versuche ich die «Learnings» daraus zu ziehen und die ganze Sache ins Positive umzuwandeln. So habe ich keine schlaflosen Nächte mehr und komme meinen Zielen trotzdem näher. Denn ich bin überzeugt, wenn man weiss, was einem wichtig ist, dafür sein Bestes gibt und seine Chancen nutzt, wenn sie da sind, kommt man seinen Zielen Schritt für Schritt näher. Und zwar auch ohne alles auf Biegen und Brechen erreichen zu wollen – das ist für mich wahre Stärke.

Steckbrief Sandra Zippo

Jobtitel Büro: PR Managerin ŠKODA
Jobtitel privat: Pferdeflüsterin
Motto: make today matter!
Vorbild: Meine Mama. Sie ist für mich immer eine riesige Stütze und hat einen guten Mix aus Mutter und Freundin sein gefunden
Stärke: Ich kann vieles mit mir selbst ausmachen, was mich zu einer starken Frau macht
Schwäche:  Hilfe anzunehmen fällt mir schwer 

2 Kommentare

  • Heiny Volkart

    Sandra, ich wünsche Dir viel Erfolg und Befriedigung auf Deinem weiteren Weg.
    Herzlich, Heiny

  • Nicole Jans

    Toller Artikel über eine inspirierende und starke Frau. Danke Denise und Sandra!