Cristina, erzähle uns doch von deinem Werdegang.

Ich habe spanische Wurzeln und bin im «Rüebliland» (Kanton Aargau) aufgewachsen, wo ich auch die Schule besucht habe. Nach einer kaufmännischen Lehre bin ich zuerst nach England und anschliessend in die französische Schweiz gegangen, um die Sprachen zu lernen. In Lausanne bin ich dann «hängengeblieben» und habe während mehreren Jahren bei Philipp Morris gearbeitet. Nach einem Zwischenspiel in der Werbeagentur Michael Conrad & Leo Burnett in Frankfurt am Main, zog es mich 1998 wieder zurück in die Deutschschweiz. Hier führte mich mein Werdegang über verschiedene Werbeagenturen schlussendlich in die Automobilindustrie, wo ich im Jahre 2005 bei General Motors als Specialist Advertising startete. Nach acht Jahren entschied ich mich, eine längere Auszeit zu nehmen und reiste allein durch Nord- und Südindien. Dort bin ich mit Yoga und Ayurveda in Berührung gekommen, was mich sofort fasziniert und begeistert hat. Auch heute noch praktiziere ich beides sehr aktiv. In Indien habe ich als allein reisende Frau sehr viel Hilfsbereitschaft und Offenheit erlebt und nehme nur positive Erinnerungen aus dieser Zeit mit. Nach meiner Rückkehr blieb ich der Autobranche treu und startete als Spezialistin Kommunikation MINI Switzerland bei BMW Schweiz.  2018 erhielt ich die Chance bei Mercedes-Benz Schweiz die Funktion Marketing Coordinator Van zu übernehmen, was mich dann schlussendlich im Dezember 2020 zur AMAG Leasing führte.

Wie hast du deine ersten 100 Tage bei der AMAG erlebt?

Mein Arbeitsbeginn war immer noch stark durch die Corona Pandemie geprägt und es war eine Herausforderung, sich allein und aus dem Home Office zurechtzufinden. Mir hat dabei eindeutig das soziale Umfeld und der Austausch gefehlt. Hilfreich war sicher, dass ich ein systematisches Einführungsprogramm erhalten habe und alle Kolleginnen und Kollegen sehr hilfsbereit waren. Eine weitere Hürde für mich war, dass ich eine Quereinsteigerin war und die Finanz- und Leasingbranche überhaupt nicht kannte. Deshalb habe ich mich – sobald es wieder möglich war – im Büro mit möglichst vielen Personen vernetzt, um das Umfeld und die Arbeit noch besser zu verstehen.

Über Cristina Rodriguez

Person: Cristina Rodriguez, Ü50

Funktion: Marketing Managerin, AMAG Leasing
Interessen und Hobbies: Reisen (ist sehr gerne allein unterwegs), Leidenschaftliche Köchin und Gastgeberin, Yoga, Ayurveda, Tauchen

Du hast dich mit Ü50 nochmals neu orientiert – wie hast du deine Arbeitsmarktfähigkeit sichergestellt und welche Erfahrungen hast du auf dem Arbeitsmarkt gemacht?

Ich glaube man hat mit 50 weder bessere noch schlechtere Karten auf dem Arbeitsmarkt. Schlussendlich zählen die richtigen Qualifikationen und Erfahrungen. Ich war nicht aktiv auf der Suche, habe dann jedoch die interessante Stelle bei der AMAG gesehen, mich beworben und wurde prompt eingestellt. Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass man sein Netzwerk aktiv pflegt, sich regelmässig weiterbildet, offen für Neues ist und eine positive Grundeinstellung hat. Ich bin seit Jahren Mitglied im Swiss Marketing Club und engagiere mich dort im Vorstand. Damit habe ich ein breites Netzwerk aufgebaut, in dem man sich austauscht und einen Zugang zu Themen erhält, der sonst nicht möglich wäre.

Was würdest du anderen Ü50ern betreffend Arbeitsmarkt mit auf den Weg geben?

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, die Augen und Ohren offen zu halten, sein Netzwerk zu pflegen und die sich bietenden Chancen auch zu packen. Sich regelmässig weiterzubilden und die neuesten Trends und Technologien zu kennen, sollte ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein. Ich kenne in meinem Umfeld Personen, die sich seit der Lehre nicht mehr weitergebildet haben. Da wird es dann eher schwierig, wenn man sich in diesem Alter plötzlich neu orientieren muss.

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