Keke, Du bist seit letztem Juli im LAB. Was ist Deine Funktion?

Ich bin Venture Operations Manager. Kurz gesagt ist das die Schnittstelle zwischen den AMAG Ventures, also zum Beispiel Clyde oder autoSense, und den Business Units der AMAG.

KeKe Xu, Venture Operations Manager AMAG Innovation & Venture LAB

Und was sind Deine Aufgaben in dieser Funktion?

Wir sind in diesem Team zu dritt, also ich, ein Kollege und unser Manager. Die Ventures und Startups arbeiten immer eng mit den AMAG Business Units zusammen. Also zum Beispiel mit AMAG Retail, AMAG Import, AMAG Leasing, AMAG Services etc. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, einen möglichst reibungslosen Ablauf der Prozesse zu gewährleisten und für eine optimale Abstimmung zwischen den Business Units und den Ventures zu sorgen. Diese Abstimmung kann viele Bereiche umfassen, z.B. Prozesse, Geschäftsziele oder auch technische Aspekte. Gleichzeitig stellen wir einen guten Informationsaustausch zwischen allen Stakeholdern sicher. Je nach Bedarf nehmen wir auch einmal eine etwas andere Rolle ein. Für Clyde zum Beispiel war ich über längere Zeit direkt im Business Development tätig und habe dort das neue Angebot und Pricing definiert und am Relaunch der Website mitgewirkt. Das Ganze ist auch immer abhängig von der Art und Weise, wie die Ventures und die AMAG Business Units zusammenarbeiten.

Und was hast Du vorher gemacht?

Ganz etwas anderes (lacht). Ich war vorher in Genf bei Procter & Gamble, einem der grössten Konsumgüterhersteller der Welt. Da war ich als Brand Manager im internationalen Marketing in der Zentrale tätig und habe die Strategie und Markenpositionierung für eine Marke in unseren europäischen Märkten sowie die entsprechenden Werbemassnahmen entwickelt und umgesetzt.

Das ist ja doch ein recht grosser Wechsel. Ich frage mal andersherum: wo siehst Du denn die grössten Gemeinsamkeiten bei Deinem Job im LAB und dem vorherigen Job?

Bei beiden spielen die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten eine extrem grosse Rolle. Und nicht erst beim Marketing. Auch bei einem Konsumgüterhersteller stellt sich die Frage nach den Konsumentenbedürfnissen bereits bei der Produktentwicklung.

Die Menschen werden nach ihren Vorlieben gefragt. Nach Geschmäckern. Nach Farben. Nach ihrer Motivation, etwas zu kaufen. Oder auch nach allfälligen Hürden, die sie am Kauf hindern. Die Konsumgüterbranche ist voll darauf ausgelegt, ihre Konsumenten kennenzulernen und auf deren Wünsche einzugehen.

Und das funktioniert auch im AMAG LAB? Hier geht es um ziemlich grosse Innovationen – kann man die Konsumenten nach ihren Wünschen fragen?

Eine schwierige Frage. Vielleicht kann man Konsumenten nicht direkt fragen, was sie sich wünschen, vor allem, wenn es um etwas geht, was es noch nicht gibt, was sie sich gar nicht vorstellen können.

Ich glaube trotzdem, dass das Feedback der Konsumenten etwas vom Wichtigsten ist. Denn was man immer herausspüren kann, ist eine Art Tendenz, eine Richtung, ein Trend. Nehmen wir Clyde als Beispiel. Es gibt den allgemeinen Trend hin zu Subscription Modellen. Also zum Abo, wie es beispielsweise Spotify oder Netflix erfolgreich anbieten. Wenn das bei Musik oder Filmen funktioniert, warum dann nicht auch beim Auto?

AMAG Innovation & Venture LAB

Mit dem AMAG Innovation & Venture LAB verfolgt die AMAG Gruppe eine klare Strategie hin zur nachhaltigen individuellen Mobilität. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dem Kunden einfache und vernetzte Mobilitätslösungen anzubieten.
Mit rund 20 Spezialisten entwickeln und pilotieren wir im AMAG Innovation & Venture LAB neue, eigenständige Geschäftsmodelle und investieren in zukunftsträchtige Startups. Mehr über das AMAG Innovation & Venture LAB

Du meinst also, dass man ein erfolgreiches Geschäftsmodell aus einer Branche in eine andere Branche übertragen kann?

Ja, genau. Es gibt diesen Trend zum Abo, zu transparenten und planbaren Kosten. Warum soll das nicht auch beim Auto funktionieren? Und der Erfolg von Clyde zeigt ja, dass es tatsächlich so ist. Ausserdem geht es gar nicht immer um ganz neue Ideen.

Wie meinst Du das genau?

Naja, wir fragen die Leute ja nicht immer ganz generell nach ihren Wünschen, so nach dem Motto: «Was hättet Ihr denn gerne?». Häufig gibt es bereits eine Idee für ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, zu der man dann durch Konsumenten- oder Kundenumfragen mehr erfahren möchte. Wir wissen also schon grob, was wir gerne anbieten möchten.

Und wir wissen auch, was von unserer Seite her überhaupt möglich ist. Dann kann man dies den Menschen vorlegen und sie fragen, ob ihnen das gefallen würde. Oder in manchen Fällen noch konkreter: man stellt ihnen Varianten vor und fragt, welche der Varianten sie bevorzugen würden. Aus solchen Befragungen lernt man auch unheimlich viel.

Zum Schluss noch ganz etwas anderes: Du bist seit letztem Juli im LAB. Hast Du Deine Kolleginnen und Kollegen überhaupt schonmal persönlich getroffen? Oder kennst Du alle nur virtuell?

Nein, da habe ich tatsächlich extrem Glück gehabt und die meisten Kolleginnen und Kollegen im Sommer noch persönlich kennengelernt.

Das ist erfreulich. Hoffen wir, dass wir uns bald alle wieder mehr persönlich sehen können. Und vielen Dank für das spannende Gespräch.


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