Damit wir schnell Abhilfe leisten können, lagern wir rund 80’000 verschiedene Teile im Teilelogistikzentrum in Buchs ZH. 96% der bestellten Teile haben wir an Lager. Vom High-Tech-Entertainment System über grosse Karosserieteile bis hin zu einzelnen Schrauben oder sogar WC Papier: die Garagen können in Buchs alles bestellen, was sie für den Betrieb benötigen. Das braucht eine Menge Platz. Das Lager erstreckt sich über rund 40’000 m2, also knapp 6 Fussballfelder. Insgesamt liefern wir und die Regionalläger zusammen täglich rund 21’000 Ersatzteilpositionen an Garagen aus. Nehmen wir an, Sie machen für Ihre Familie den Wocheneinkauf und füllen den Einkaufswagen mit 50 Artikeln. Dann liefern wir Tag für Tag 420 Wocheneinkäufe aus. Wie kommen die Teile aber überhaupt ins Lager? Wo kommen sie hin? Wie gelangen sie zur Garage?

Die Anlieferung erfolgt wenn möglich per Bahn

Etwa 60 % der Ersatzteile werden aus dem Hauptlager in Kassel, Deutschland, per Bahn angeliefert. Die AMAG setzt auf die Bahn, um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten. Der Streckenunterbruch in Rastatt macht uns aber momentan einen Strich durch die Rechnung. Für die Züge gibt es kein Durchkommen. Deshalb haben wir zusammen mit dem Werk auf eine Belieferung per Lastwagen umgestellt..

In Buchs angekommen muss die Ware zuerst verzollt werden. Die AMAG hat ein eigenes Zollbüro und ausgewählte Spezialisten der AMAG dürfen die Zollformalitäten direkt vor Ort erledigen.

Es ist unverkennbar: die nächste Reifensaison naht. Auf rund einem Sechstel der Lagerfläche türmen sich die Reifen bis unter die Decke.

Der Computer behält bei der Lagerung den Überblick

Vom Bahn- oder Lastwagen werden die Ersatzteile im Lager verteilt. Viele Teile haben keinen fix zugewiesenen Standort, das wäre auf dem beschränkten Platz nicht möglich. Der Mitarbeitende scannt den Artikel und der Computer zeigt ihm einen freien Lagerplatz an. Entweder bringt er das Teil mit dem Stapler selber zum Lagerplatz, oder eines der Führerlosen-Transportfahrzuge übernimmt die Arbeit für ihn. 20 dieser Fahrzeuge stehen im Einsatz, sie orientieren sich mit Sensoren und können sogar selbständig im Warenlift fahren. Für die Arbeit im Ersatzteillager sind sie eine unerlässlich Hilfe – jeden Tag führen sie in etwa 700 Transporte aus.

Die Führerlosen-Transportfahrzeuge bringen Teile absolut selbständig an ihren Platz

Kleinteile wie z. B. Schrauben werden in Kisten verpackt und können einzeln bestellt werden – ein grosser Vorteil im Vergleich zum Baumarkt, wo man üblicherweise nur 100er oder 1000er Packungen erhält. Ersatzteile, die weniger häufig gebraucht werden, gelangen ins vollautomatisierte Hochregalllager. In diesem Raum ist der Sauerstoff reduziert, damit kein Feuer ausbrechen kann. Nur zwei Stunden darf man ohne Pause im Raum bleiben, dafür erhält man das Höhentraining sozusagen geschenkt. Riesige Kräne holen die Paletten, die bis zu einer Höhe von 30 m gestapelt werden, ganz von alleine, wenn sie bestellt wurden.

Pro Arbeitsplatz wird etwa alle 20 Sekunden ein Artikel verarbeitet.

Zwei Mal täglich werden die Betriebe beliefert

Wenn eine Garage ein Ersatzteil bestellt, holt es ein Mitarbeitender oder eines der Führerlosen-Transportfahrzeuge ab und bringt es zum Warenausgang. Dort wird es auf einen der Lastwagen geladen und direkt in die Garage oder an eines der Regionallager der AMAG gefahren. Jeder Betrieb wird in der Regel zweimal täglich beliefert – so können wir zusammen mit den Schnellaufträgen aus Kassel fast jedes Fahrzeug innerhalb von 24 Stunden wieder auf die Strasse bringen.

Rund 210 Mitarbeitende aus 25 Nationen sind im TLZ beschäftig.

Sind Sie interessiert an einer Führung durch das Teilelogistikzentrum in Buchs ZH? Dann melden Sie sich unter rundgang.amag.ch für einen Besuch an.

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