Nicht Tanken – sondern Laden!

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Ein elementarer Punkt für die Nutzung von Elektroautos ist das Umstellen von «Tanken» auf «Laden». Bisher musste man beim Tanken nämlich aktiv eine Tankstelle anfahren und das Auto tanken. Bei Elektroautos ist es eben anders – man lädt bequem, während das Auto sowieso steht. Im Idealfall während der Nacht zu Hause, beim Arbeitgeber oder beim Einkaufen. Ein aktiver Ladestopp braucht es eigentlich nur noch bei längeren Fahrten und dank den mittlerweile hohen Reichweiten auch erst bei mehr als 250-300 km Distanz. Das sind für die meisten Leute nur wenige Fahrten pro Jahr.

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Besonders praktisch sind die mittlerweile weit verbreiteten Ladepunkte an diversen Reisezielen. Besonders Wintersportorte haben da bereits vorgesorgt und so befinden sich allein im Parkhaus der Talstation Laax Murschetg 10 Ladesäulen. Die lassen sich bequem per Kreditkarte bezahlen und nach einem erholsamen Tag im Schnee oder im Sommer beim Wandern und Biken geht es mit vollem Akku wieder heimwärts. Dieses Angebot findet man nicht nur bei grossen Wintersportorten wie eben Laax oder Lenzerheide, sondern auch in kleineren Destinationen wie Amden wieder, um nur einige selbst besuchte zu nennen.

Ein kleiner Tipp: Da es von Wintersportorten meistens viel bergab geht für die Heimreise, das Auto nur bis 90% laden, damit man bei der Talfahrt noch viel Rekuperieren kann.

Reiseplanung nötig?

Für die ersten längeren Fahrten mit dem Elektroauto bietet es sich an, die Route vorher einmal anzuschauen. Es gibt spezielle Planungstools dafür, wie ABRP oder PUMP. Die VW ID. Modelle habe alle einen integrierten Routenplaner, welche passende Ladestops bei zu langen Reichweiten einplanen. Viele Buchungsplattformen für Hotels haben mittlerweile ein Filter für «Ladestationen für Elektroautos». So wurde auch ein passendes Hotel im Tessin gefunden, wo man praktisch über Nacht wieder laden kann und am nächsten Tag mit vollem Akku weiterreisen kann. Auf die Dauer zeigt es sich, dass man eine vorausschauende Routenplanung bei Elektroautos meist nur nach dem Umstieg vom Verbrenner braucht. Hat man sich mal an die «neue Welt» gewöhnt, reist man ganz unbeschwert, weil es eben funktioniert.

We Charge – einfach überall Laden

Der Grossteil aller Ladestation wird über spezielle Ladekarten und/oder Apps freigeschalten. Einige wenige sind kostenlos und eine kleine Anzahl direkt per Kreditkarte zahlbar. Deswegen gibt es von Volkswagen «We Charge». Damit sind in der Schweiz mehr als 6000 Ladepunkte (AC) und über 500 Schnelllader (DC) aktivierbar. Die Ladevorgänge sind in der We Connect ID. App ersichtlich, wie auch die Tarife. Aktuell gibt es noch stark vergünstigte Abos, wer mehr als 250km im Monat an Schnellladern halten muss, für den lohnt sich das We Charge Plus Abo mit günstigen 0.30CHF/kWh bei Ionity schon.

Fazit nach 6 Monate ID. 3

Das letzte halbe Jahr mit dem VW ID.3 und mehr als 1000km monatlich haben gezeigt, dass ein Elektroauto mit einer Winterreichweite von rund 300km in der Schweiz komplett sorglos gefahren werden kann. Bei weniger als 40km die jeder Schweizer täglich im Inland zurücklegt, sind diese Reichweiten mehr als ausreichend. Wenn es einmal weiter geht, hält man an den mittlerweile sehr gut verteilten Schnellladern entlang der Autobahn. Im Navigationssystem der IDs werden die Ionity Ladepunkte jeweils anvisiert, diese befinden sich immer auch an Orten mit Verpflegungsmöglichkeiten und in weniger als 15min hat man für die nächsten 100km nachgeladen. Gerade in der kleinen Schweiz reichen also kurze Ladezeiten für das Erreichen des Zielorts aus.

Kurz gesagt: Elektromobilität funktioniert, man muss es nur mal ausprobieren und will danach nicht mehr zurück…

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