Eine einfache Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist. «Was zeichnet einen guten Führungsstil aus?», diese Frage ist ein Dauerbrenner. Das muss so sein, denn jeder Mitarbeitende ist tagtäglich damit konfrontiert. Welches Gespür muss ein Vorgesetzter aufweisen, damit seine Mitarbeitenden zufrieden sind? Die Anforderungen an Führungskräfte sind in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Der Arbeitsmarkt sowie die Erwartungen der Mitarbeitenden haben sich bedeutend verändert. Somit reichen rein fachliche Fähigkeiten längst nicht mehr aus. Es ist ein langer Weg, sich zu einer guten Führungskraft zu entwickeln. Denn eine gute Führungskraft hat mehr als nur Fachwissen.

Die Führung ist keine «Nebentätigkeit» im Arbeitsalltag. Sie muss gewissen Qualitätsstandards genügen. Effiziente Personalführung und Zusammenarbeit sind wichtige strategische Erfolgsfaktoren der Unternehmensführung. Dies hat nicht nur kurzfristige Auswirkungen auf die täglichen Arbeitsergebnisse, sondern auch langfristig auf die Motivation und Qualifikation der Mitarbeitenden sowie auf das Arbeitgeberimage insgesamt.

Ein Vorgesetzter, der befiehlt und kontrolliert, wird in Zukunft kaum mehr gefragt sein. Vielmehr muss er durch vorbildliches Verhalten, authentischen Umgang mit anderen und kommunikative Kompetenz selbstbewusste Spezialisten zu koordinieren können. Zudem soll der Vorgesetzte seine Mitarbeitenden fördern, ihnen Perspektiven aufzeigen, für die Aufgabe begeistern und sie dadurch motivieren.

In vielen Unternehmen lässt sich eine erfreuliche Professionalisierung des Personalmanagements und der Personalführung feststellen. Führungskräfte und Nachwuchskräfte werden sorgfältig mit verschiedenen Verfahren ausgewählt und intensiv durch Trainings wie Coaching auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Die gute Nachricht ist: jeder und jede kann es lernen – wie alles im Leben!

Wie die AMAG ihre Führungskräfte weiterbildet, erklärt Nicole Jans, Leiterin HR Development, im Kurz-Interview:

Wie sieht die Führungsphilosophie der AMAG aus?

AMAG hat Führungsgrundsätze erarbeitet, welche die Leitlinie unserer Führungsarbeit darstellen. In diesen Grundsätzen fokussieren wir uns auf drei Hauptthemen: Self Leadership (Selbstführung), People Leadership (Menschenführung) sowie Performance Leadership (Leistungsführerschaft). Damit ist auch bereits implizit klar, dass die Entwicklungsarbeit als erstes bei jedem selbst beginnt.

 

Die Forschung zeigt beispielsweise, dass die Effektivität der Führung oder des Führungshandelns stark mit dem Stand der Ich-Entwicklung der jeweiligen Person zusammenhängt. Je weiter die Ich-Entwicklung desto ausgeprägter und differenzierter ist die Reflexionsfähigkeit der Führungsperson gegenüber den eigenen Aufgaben, der Art und Weise wie sie mit anderen umgeht, kommuniziert, was sie wahrnimmt, etc.

Gerade in einer zunehmend komplexen und digitalen Welt werden diese Fähigkeiten immer wichtiger. Bei der AMAG legen wir genau auf diesen Aspekt grossen Wert. Sprich die Führungskräfte setzen sich in den Trainings als ersten Schritt mit sich selber auseinander und reflektieren zum Beispiel ihren Lebensentwurf, ihre Wertvorstellungen, welche Führungsrolle sie wahrnehmen und warum.

Welchen Herausforderungen müssen sich Führungskräfte tagtäglich stellen?

Das Arbeitsumfeld hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt. Eine hohe Veränderungsgeschwindigkeit, die eine Flut an Informationen und Unsicherheiten mit sich bringt, neue Ansprüche der Mitarbeitenden, aber auch veränderte Kunden- und Markterwartungen sind nur ein paar der Herausforderungen, denen sich Führungskräfte tagtäglich stellen müssen.

Es zeigt sich auch, dass in einem solchen Umfeld die bis anhin bewährten Führungsmuster, Hierarchien und Führung von oben nicht mehr zum Erfolg führen. Dadurch müssen sich die Führungskräfte in ihrer Rolle neu erfinden. Das heisst, unter anderem auch Macht abgeben, den Mitarbeitenden Freiheiten und Vertrauen entgegenbringen und eher die Rolle des Coachs als diejenige des Chefs wahrzunehmen. In diesem Transformationsprozess begleiten und unterstützen wir als HR Development unsere Führungskräfte.

Welche Eigenschaften muss eine Führungskraft aufweisen?

Wie bereits eingangs erwähnt ist Reflektionsfähigkeit eine der wesentlichen Eigenschaften, die eine Führungskraft aufweisen sollte. Hinzukommen der Umgang mit Unsicherheit und Komplexität, das Vorantreiben von Veränderung und Innovation, das Führen in Netzwerken sowie die Förderung eines digitalen Mindsets.

Selbstverständlich bleiben auch klassische Kompetenzen wie Authentizität, Empathie und Kommunikationsfähigkeit weiterhin wichtig.

Autoritärer Führungsstil ist schon lange out. Als Chef muss man heutzutage seine Mitarbeitenden durch Führungsgespräche motivieren und begeistern.

Welche Weiterbildungen für Führungskräfte bietet die AMAG an?

Die AMAG hat ein vielfältiges Angebot für Führungskräfte, das über spezifische Onboarding Module, Basis Führungstrainings, Führungscoachings bis hin zu Digital Leadership reicht. Zusätzlich bieten wir fachspezifische Trainings wie Auftrittskompetenz oder Projektmanagement an, die jeder AMAG Mitarbeitende nach Bedarf besuchen kann.

Wir beobachten zudem die Veränderungen in der Aus- und Weiterbildung und wie heute gelehrt und gelernt wird ganz genau. Unsere Vision ist, hier agiler und digitaler zu werden und die Trainings noch stärker den Bedürfnissen unserer Kunden anzupassen. Zudem wollen wir bereits vorhandene Lerninhalte, wie z.B. MOOC (Massive Open Online Course) noch besser nutzen. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir mit der eLibrary bereits gemacht.

Wie sieht ein Führungscoaching aus?

Bei einem Führungscoaching starten wir immer mit einer kurzen Standortbestimmung und Klärung der jeweiligen Situation. Wir stellen dabei Fragen zum Grund des Coachingbedarfs, zum Arbeitsumfeld, zu den persönlichen Zielen und was eventuell bereits unternommen wurde. In diesen Gesprächen zeigt sich oft, dass die Situation komplexer und vielschichtiger ist, als zuerst angenommen.

Anschliessend definieren wir, ob wir einen externen oder internen Coach vorschlagen. Der definierte Coach nimmt dann mit dem Coachee Kontakt auf und gemeinsam definieren sie Ort, Zeit und Rhythmus der Einzelsitzungen. Hier ist es zentral, dass zwischen Coach und Coachee ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, da häufig an schwierigen Fragestellungen gearbeitet wird. Der Vorgesetzte des Coachee wird nach Vereinbarung über den Fortschritt des Coachings informiert, jedoch nicht über Einzelheiten die besprochen wurden.

 

«Arbeiten bei der AMAG»

Haben Sie grosse Ziele? Dann bringen Sie Ihr Wissen und Ihre Ideen bei uns ein. Wir suchen Menschen, die mit ihrer Leidenschaft für das Automobil-Geschäft Aussergewöhnliches vollbringen und bereit sind, sich zusammen mit ihrem Team dafür einzusetzen, dass die AMAG ihre Position als Nr.1 im Schweizer Markt weiter ausbauen kann.

Mit ihrer Marktposition beweist die AMAG, dass Stabilität, Nachhaltigkeit und ein familiäres Miteinander Dynamik und Fortschritt nicht ausschliessen. Dabei setzen wir auch in Zukunft voll und ganz auf unseren effizientesten und wertvollsten Motor – unsere Mitarbeitenden.

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1 Kommentare

  • Diego Beck

    Sehr guter Artikel. Danke vielmals für spannenden Einblicke! Der einzige Punkt, wo ich nicht zustimme ist, dass jede / jeder Leadership Skills aneignen kann. Meiner Ansicht nach braucht es einen spezifischen Grundstock an Soft Skills, um Leadership Tätigkeiten auszuüben. Sind diese nicht vorhanden bringt auch das beste Training / Weiterbildung nur reichlich wenig und der eigentliche Leader bleibt bei der Rolle des Managers hängen.