Heinz Karrer, Präsident economiesuisse, eröffnete den Anlass mit einem Impulsreferat zum Thema «Krisenmanagement und Umgang mit der Presse». Er teilte seine Erfahrungen aus seiner beruflichen Laufbahn und berichtete aus Situationen bei Intersport, Axpo sowie der economiesuisse.

Karrer

Heinz Karrer betonte bei allen Beispielen, dass er den betreffenden Krisensituationen vier einfache und grundlegende Lektionen gelernt hat:

1. Wenn eine Krise auftritt, muss umgehend der Fokus auf die Krisenorganisation gelegt werden. Zudem muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass das Tagesgeschäft gut, wenn nicht sogar besser, weiter laufen kann. Es ist wichtig, zu akzeptieren, dass das Krisenmanagement zum Hauptjob wird.

2. Kommunikation in der Krise ist Chefsache und sollte nicht delegiert werden. Formulierungen, Timing, Inhalte etc. werden mit Experten abgesprochen, aber letztendlich muss der Chef sich hinstellen und sprechen.

3. Ein langes Durchstehvermögen ist besonders in der Krise, während welcher man wie ein Leistungssportler an die Grenze gehen muss, sehr wichtig. Ab und zu eine Pause für Ruhe und Erholung einzulegen, um die Batterien aufzuladen, ist daher zu empfehlen.

4. Zum Schluss eine ganz einfache Regel: Sage, was Du tust und tu, was Du sagst. In der Krise werden die Aussagen und die Aktivitäten ganz genau beobachtet. Und Glaubwürdigkeit ist das grösste Kapital.

Podium

Im Anschluss an das spannende und lebhafte Referat wurde das Thema weiter in einem Podiumsgespräch mit Morten Hannesbo vertieft. Der AMAG CEO bestärkte die Aussagen von Heinz Karrer und ergänzte aus seinen Erfahrungen, insbesondere aus dem letzten Jahr mit der Eurokrise sowie dem aktuellen Diesel-Fall. Wichtig für ihn ist, dass ein Unternehmen in der Krise glaubwürdig bleibt und für die Kunden die Verantwortung übernimmt.

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