Die Grand Tour of Switzerland von Schweiz Tourismus vereint Highlights der Schweiz auf landschaftlichen schönen Routen. Anfangs März dieses Jahres haben wir uns an eine erneute Winteretappe herangewagt.

Wir starten im glanzvollsten Ferienort des Kantons Graubünden: St. Moritz. Erster Halt war unmittelbar nach St. Moritz, wo wir den Ausblick auf die Oberengadiner Seenlandschaft geniessen. Der Champfèrsee und der Silvaplanersee liegt vereist und weiss in der Ebene, währenddem zahlreiche Feriengäste dort Wintersport ausüben oder Spazierengehen.

Silvaplandersee und Champfèrsee verschneit im März

Die Oberengadiner Seenlandschaft

Wir nehmen gemäss Route auf der Homepage von Schweiz Tourismus Sur in Angriff und fahren nach Silvaplana in Richtung Julierpass. Der Julierpass bildet die ganzjährig geöffnete Strassenverbindung zum Engadin und überwindet eine Höhendifferenz von 1’433m. Die Strasse ist breit und sehr einfach zu befahren. Beim Julierpass passieren wir den roten, modernen Neubau des Theaters Origen.

Vorbei am Julierpass auf der Grand Tour of Switzerland

Der rote Origen-Holzturm auf dem Julierpass

Wir schlängeln uns die Julierpassstrasse wieder runter in Richtung Bivio und geniessen die kurvenreiche Abfahrt auf der Serpentinenstrasse. Dabei hat man einen tollen Blick auf die herrliche Berglandschaft.

Julier-Passstrasse bei der Abfahrt in Richtung Bivio.

Grandioser Ausblick bei der Abfahrt vom Julierpass

Am Fusse des Julierpasses liegt das kleine Dorf Bivio, durch welches sich der gesamte Verkehr hindurchzwängt. Die «Perle am Julier» besticht bei der Durchfahrt mit seinen schmucken kleinen Bündner Häuser mit italienischem Touch.

Wir kommen in Sur an, welches auf der Grand Tour of Switzerland-Homepage als «Schatzinsel der Natur» angepriesen ist. Wir sind überzeugt, dass man diese Schätze im Sommer mit dem Besuch der Alp Flix oder des Parks Ela entdecken kann. Jedoch jetzt im Winter statten wir lediglich dem Dorf einen Besuch ab und fahren danach sogleich weiter.

Die Weiterfahrt bringt uns weiter nach Tiefencastel und Thusis. Als nächsten Halt haben wir Zillis eingeplant, wo wir die Kirche St. Martin besuchen möchten. Sie ist berühmt für ihre wunderschöne Bilderdecke, welche aus 153 Tafeln besteht.

Kirche St. Martin in Zillis

Die Decke der Kirche St. Martin

Damit man beim Bewundern der vielen Sujets keine Genickstarre bekommt, liegen netterweise Handspiegel in der Kirche bereit. Mit diesen kann man sich bequem auf den Bänken der Kirche niedergeben und via Spiegel die Decke erkunden.

Kirche St. Martin in Zillis

Mit Handspiegeln kann man die Decken-Sujets erkunden

Nachdem wir uns sattgesehen haben, geht die Fahrt weiter durch Andeer. Das Dorf präsentiert sich sehr gepflegt mit Strassen aus Pflastersteinen. Zudem stechen die aus Granitplatten erstellten Strassenschilder ins Auge.

Nun nehmen wir die Anfahrt zum San Bernadino in Angriff. Wir passieren nach Andeer eine Talstrasse in der Roflaschlucht. Bei der Fahrt geniesst man den Ausblick auf den Hinterrhein.

Fahrt nach Andeer in Richtung San Bernadino

Nach Andeer führt die Fahrt entlang des Hinterrheins

Diese alte, enge Strasse führt uns durch Wälder, einspurige Unterführungen und über pittoreske Brücken durch die verschneite Winterlandschaft. Wir passieren das Dorf Splügen und gelangen auf die A13. Da in der Winterzeit der San Bernadino Pass geschlossen ist, müssen wir mit dem Tunnel vorliebnehmen.

Nach Verlassen des San Bernadino Tunnels ist man – «schwups» – im Frühling angelangt. Wir geniessen die Abfahrt ins Tessin, machen jedoch Halt, um die Burgruine Mesocco zu besuchen. Bis anhin sind wir hier auf der Fahrt immer vorbeigefahren.

Autobahn A13 in Richtung Tessin

Ruine Mesocco bei der A13

Der Besuch der Ruine lohnt sich sehr, denn sie ist sehr gut erhalten und es gibt Einiges zu entdecken. Zudem hat man eine atemberaubende Aussicht ins Tessin wie auch hinauf zum San Bernadino.

Burgruine Mesocco

Aussicht von der Burgruine Mesocco in Richtung San Bernadino

Unsere Fahrt geht weiter zu unserem Endziel Bellinzona, wo wir in der Nähe des Bahnhofes parkieren, um die historische Altstadt zu Fuss zu erkundigen. Bei frühlingshaften 15 Grad Celsius ist das auch sehr angenehm! Bellinzona – die Stadt der Burgen – wird dabei ihrem Namen mehr als gerecht. Die alten Gemäuer sind gut von der Altstadt aus sichtbar und unsere Sightseeing-Tour entpuppt sich als heiteres «Ruinen-Hunting», denn zwischen den Häusern lugt immer wieder ein Teil einer Ruine hervor.

Bellinzona ist die Stadt der Burgen

Die Burgruinen in Bellinzona

Kirche La Collegiata in Bellinzona

Ausklang bei einem Cappuccino vor der Kirche La Collegiata

Bei einem Cappuccino auf dem Platz vor der Kirche La Collegiata ruhen wir uns aus, lassen die verschieden gewonnen Eindrücke Revuepassieren und geniessen das italienische Flair in Bellinzona.

 

Weitere Etappen der Grand Tour of Switzerland

Grand Tour of Switzerland: Von Vallorbe nach Genf

Grand Tour of Switzerland: Zürich nach Stein am Rhein

Grand Tour of Switzerland: von Neuchâtel nach Gstaad

Walliser Etappe der Grand Tour of Switzerland

 

 

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