Was sind deine zwei Ratschläge an dein 14-jähriges Ich?

Beherrsche so viele Sprachen wie möglich. Das ist mein erster Ratschlag an mein junges Ich oder an die junge Generation. Sprachen ermöglichen dir im Berufs- sowie auch im Privatleben ungeahnte Möglichkeiten und bieten dir, was den Arbeitsmarkt und Stellenangebote betrifft, grosse Chancen. Im Privatleben erweitert das Beherrschen einer oder mehrerer Sprachen deinen Horizont. Eine Unterhaltung im Ausland oder im Urlaub ohne Sprachbarriere führen zu können, finde ich bereichernd.

Der zweite Ratschlag: Wenn du Ideen, Wünsche, Ambitionen oder Möglichkeiten hast etwas zu tun, verwirkliche es jetzt und verschiebe es nicht auf einen späteren Zeitpunkt im Leben. Sei das der Motorradführerschein, die Segelprüfung oder eine berufliche Weiterbildung. Je länger man wartet, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung.

Welche Aufgaben beinhaltet die Funktion Senior Legal Counsel bei der AMAG Group AG?

Im Fokus steht die rechtliche Beratung der AMAG und ihrer Gruppengesellschaften. Jeder Senior Legal Counsel betreut dabei seine ihm zugewiesenen Gesellschaften/Bereiche. Bei mir sind dies z.B. die AMAG Group AG oder das Innovation & Venture LAB, um nur zwei zu nennen. Meine Aufgaben bestehen einerseits darin, präventiv tätig zu sein. Das heisst, rechtliche Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen und vorbeugend zu arbeiten. Das klassische Beispiel hier ist die Überprüfung eines Vertrags vor der Unterzeichnung – was sind die kritischen Punkte, eventuelle Unklarheiten und wo können Probleme vermieden werden.

Das andere wäre dann die repressive Arbeit. Wie kann man ein rechtliches Problem, beispielsweise eine Klage oder Streitigkeiten, lösen, wenn es bereits bestehend ist.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?

Mir gefällt die Portion Überraschung, die du jeden Tag hast, sehr gut. Kein Tag ist gleich wie der andere und diese Herausforderung mag ich. Meine Position bringt mich mit vielen verschiedenen Menschen zusammen und da ich generell sehr gerne mit Menschen zusammenarbeite, macht mir das viel Freude. Ich komme auch sehr gerne ins Büro, in den neuen Hauptsitz in Cham, und schätze den persönlichen Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Zudem macht es mir grosse Freude, meinen Kolleginnen und Kollegen ein bisschen die Hemmungen bei Rechtsangelegenheiten zu nehmen und mit ihnen die Angelegenheiten zu besprechen und Lösungen zu entwickeln.

Wie lange arbeitest du schon bei der AMAG?

Ich bin seit dem Mai 2018 bei der AMAG im Legal tätig. Mit meinen bisschen mehr als zwei Jahren in meiner Position bin ich trotzdem Dienstältester (lacht), da die Rechtsabteilung neu aufgebaut und stark expandiert wurde und mittlerweile aus sieben Personen besteht.

Wie sieht deine bisherige berufliche Laufbahn aus?

Nach dem Gymnasium in Rheine in Westfalen (D) bin ich zum Studium nach Kiel an die Ostseeküste gegangen. Zwischendurch habe ich ein Austauschjahr in Rom verbracht und anschliessend mein Rechtsreferendariat (analog zum Schweizer Anwaltspatent) in Münster in Westfalen (D), mit weiteren Stationen u.a. in Hamburg, Neapel und Basel, absolviert. Im Januar 2007 habe ich eine Stelle als Junior Legal Counsel bei der Nuance Gruppe angetreten. Bei der Nuance Gruppe, die weltweit Tax & Duty-free Geschäfte betreibt, habe ich während meiner neunjährigen Anstellung den klassischen Weg vom Junior zum Legal und schliesslich zum Senior Legal Counsel gemacht. Von dort aus bin ich zu Johnson & Johnson in die Rechtsabteilung gegangen und habe dort auf deren Campus in Zug gearbeitet. Meine nächste Anstellung war und ist die heutige bei der AMAG.

Was würdest du deinem besten Freund über die AMAG erzählen?

Die AMAG beschreibe ich als ein sehr solides, gesundes und finanzstarkes Unternehmen. Von diesen wertvollen Eigenschaften konnten wir während der Corona-Krise enorm profitieren. Die AMAG ist als Unternehmensgruppe mit ihren verschiedenen Organisationseinheiten sehr breit gefächert, was wirtschaftliche Stabilität zur Folge hat. Das wiederum bringt eine enorme Vielfalt an Arbeitspositionen mit sich, die auf irgendeine Weise miteinander interagieren. Das macht die AMAG als Arbeitgeberin extrem spannend. Speziell hervorheben möchte ich das Innovation & Venture LAB. Es verdeutlicht, dass die AMAG, abgesehen vom traditionellen Automobilgeschäft, auch offen ist für neue Mobilitätskonzepte und diese auch umsetzt.

Was tust du, wenn du nicht arbeitest?

In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne ins Stadion und schaue mir Sportveranstaltungen aller Art an – Fussball-, Eishockey- und Basketballspiele oder auch Leichtathletik. Auch trete ich mal gerne selbst gegen den Ball. Ich bin sehr gerne in der Natur und gehe sehr gerne Wandern. Wenn ich mal zuhause bin, dann schaue ich mir Geschichts-, Natur- und Reisedokumentationen an. Ebenfalls unternehme ich gerne Städtetrips. Last but not least treffe ich mich gerne mit meinen Schweizer und internationalen Freunden.

Was ich sonst noch sagen wollte:

Ein grosses Dankeschön an mein Team. Es nicht selbstverständlich, mit so tollen Menschen zusammenarbeiten zu können.

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