Eigentlich sah der «alte Elfer» ganz gut aus. Seine ersten 28 Jahre verbrachte er in Italien und wurde 2010 von einem Sammler als «rostfrei» in die Schweiz importiert. Ein paar kleinere Reparaturen sollten reichen, um den damaligen Charme mit entsprechend Patina wiederherzustellen. Als das Porsche Zentrum Zürich in Schlieren den Porsche 911 T eintauschte, zeigte sich, dass Italien doch keine Garantie für «rostfrei» war. Es war noch einiges mehr zu machen, um das Auto tatsächlich wieder in den Zustand von 1972 zu versetzen.

So wurde der 911 T ein geeignetes Objekt für die Classic Restauration Challenge. Er forderte in allen Bereichen – Karosserie, Mechanik und Ausstattung – viel Aufmerksamkeit. Ein Team aus acht Experten mit Projekt- und Serviceleiter Sascha Leardi kümmerte sich um den italienischen Patienten.

Haben mit der Teilrestauration eines Porsche 911 T gewonnen: Porsche Zentrum Zürich

Das Team des Porsche Zentrum Zürich mit dem restaurierten Porsche 911 T und dem Gewinnerzertifikat

Die Herausforderung bei der Teilrestauration ist, dass die Grundsubstanz erhalten bleibt. Das Fahrzeug darf nicht komplett in alle Einzelteile zerlegt werden, sondern gewisse Teile müssen «dran» bleiben. Dennoch, am Schluss bedeutete das: Karosserie schweissen und lackieren, Motor, Getriebe und Fahrwerk komplett revidieren und das Interieur zum Teil neu machen.

Auch 3D-Drucker können Autoersatzteile herstellen.

Verriegelungsgriff für die Sitzlehne aus dem 3D-Drucker

Als grösste Herausforderung entpuppte sich die Suche nach einem Verriegelungsgriff für die Sitzlehne. Ein kleines Ersatzteil, aber aktuell weder neu noch gebraucht auffindbar. Also beschloss das Team, dieses selbst zu bauen. Anhand des Originalteils wurde im 3D-Druckverfahren ein neues hergestellt. Dieses musste am Schluss nur noch etwas geschliffen und poliert werden.

Projekt- und Serviceleiter Sascha Leardi

Sascha Leardi, Serviceleiter Porsche Zentrum Zürich

Dass dieser Porsche 911 T unter den strengen Augen der Porsche-Jury überzeugt hat und in der Kategorie «Teilrestaurierung» gewinnen konnte, freut das Team sehr. Sascha Leardi kommentiert den Sieg wie folgt: «Ein tolles Gefühl für das ganze Team, dass unsere Arbeit so geschätzt wurde. Vor allem der Einsatz der 3D-Drucktechnik war für uns Neuland und wir haben viel gelernt. Auch was zukünftig möglich sein könnte.»

 

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