Hunde sind am liebsten beim Menschen und somit gerne bei jedem Ausflug dabei. Damit die Reise für alle Beteiligten stressfrei verläuft, ist eine gute Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg. Zudem sollte der Hund auf sämtlichen Strecken stets gut gesichert im Auto mitfahren. Mehr zum Thema Transport von Heimtieren hier.

Vorbereitung auf die Fahrt

Steht ein Ausflug oder eine Reise mit dem Hund im Auto bevor, gilt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Nur wenig Futter vor dem Antritt der Reise (Snacks zwischendurch tragen zur Stimmungserhaltung bei und sind darum erwünscht; gilt übrigens auch für Zweibeiner)
  • Vor der Abreise noch mal eine Runde im Quartier drehen
  • Möglichst ohne Stress oder Hektik ins Auto, alles und alle einladen und los geht’s
  • Während der Fahrt eine angenehme Temperatur wählen
  • Etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegen und die Beine vertreten
  • Genügend Wasser mitnehmen und Trinkpausen einlegen

Wichtig: Den Hund darf man niemals unbeaufsichtigt im Auto lassen! Auch ein Parkplatz im Schatten oder ein teilweise geöffnetes Fenster schützen vor Überhitzung nicht!

Hunde besitzen nur an den Pfoten Schweissdrüsen. Ihre Körpertemperatur regulieren sie nicht durch Schwitzen, sondern durch verstärktes Hecheln und indem sie kühle, schattige Orte aufsuchen. Im überhitzten Auto reicht Hecheln zur Kühlung nicht mehr aus.

Checklisten helfen, dass nichts Wichtiges vergessen geht.

Checkliste für das Hundegepäck

  • Bett, Decke, Schlafplatz
  • Futter, Guetzli, Kauknochen
  • Futter- und Wassernapf
  • Trinkflasche für unterwegs
  • Halsband, Leine, Geschirr
  • Spielzeug
  • Handtuch, Bürste
  • Haustier-Pass mit aktuellen Impfungen
  • Kleine Apotheke (Wunddesinfektionsspray, Medikamente, Zeckenzange etc.)

 

Auch wenn Hunde in der Schweiz einen Chip haben, ist es sinnvoll, eine Hundemarke für das Halsband anfertigen zu lassen. Der Name des Hundes sowie die gewünschte Telefonnummer werden eingraviert. So ist eine schnelle Kontaktaufnahme mit dem Halter möglich.

 

 

Hund hat Angst vor dem Autofahren

Hunde, die bereits im Welpenalter an das Autofahren gewöhnt wurden, haben auch später seltener Probleme längere Fahrten gut und entspannt zu überstehen. Es kommt jedoch vor, dass der Hund aus einem Erlebnis ein Trauma bildet. Das kann ein für uns unscheinbares oder auch ein offensichtliches Erlebnis, wie beispielsweise ein Autounfall, gewesen sein. Ich habe das selbst mit meinem Hund erlebt. Vom einen Tag auf den nächsten war er im Auto gestresst, hechelte übermässig und zitterte am ganzen Körper. Da ich den Auslöser nicht eruieren konnte, habe ich versucht ihm das Autofahren Schritt für Schritt wieder schmackhaft zu machen. Mögliches Vorgehen:

  • «Das Auto ist toll»: Zum Auto gehen, ihn belohnen. Im Auto sein, ohne zu fahren, ihn belohnen. Fünf Minuten um den Block fahren, ihn belohnen. Aussteigen, ihn belohnen. Diese kleinen Übungen wiederholen. Ich gebe meinem Hund heute noch jedes Mal ein Guetzli, wenn er im Auto ist. Die Belohnung kann aber auch sein Lieblings-Spielzeug sein, das er nach dem Besuch im Auto erhält.
  • Rutschfeste Decke als Untergrund: Ein instabiler und rutschiger Untergrund kann ein Auslöser für Stress während der Fahrt sein.
  • Temperatur anpassen: Im Sommer allenfalls eine Kühlmatte ins Auto legen.
  • Fahrverhalten anpassen: Versuchen möglichst ruhig, ausgeglichen und vorausschauend zu fahren, so dass es keine abrupten Manöver notwendig sind.
  • Geduld bewahren!

Dreck lässt sich nicht vermeiden und ist auch nicht tragisch. Staubsauger in die Hand nehmen, ein paar Kalorien verbrennen oder das Auto in eine Waschanlage bringen.

Bei Reisen ins Ausland sollte man sich vorab über die Einreisebestimmungen für Heimtiere beim zuständigen Bundesamt informieren.

Wir wünschen eine gute Fahrt und viel Spass auf der Reise! 

1 Kommentare

  • Balthasar

    Danke für den informativen Artikel, Claudia Isler! Den Tipp „eine Runde im Quartier drehen“ kannte ich noch nicht! Meinem kleinen Labrador Beerchen tut diese Akklimatisation aber extrem gut! Danke