Ein gutes Bewerbungsschreiben zu formulieren ist Schwerstarbeit, aber auch Übungssache. Der erste Eindruck zählt und entscheidet, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Valentina Rohner, Lernende im 3. Jahr als Automobil-Mechatronikerin, hat sich für drei Lehrstellen beworben und drei Lehrstellenangebote erhalten.

Valentina Rohner, lernende Automobil-Mechatronikerin

Was macht eine gute Bewerbung aus?

Valentina hat sich hingesetzt und sich im Internet schlau gemacht, welche Firmen für sie überhaupt in Frage kommen. Den Beruf wusste sie schon von klein auf: «Ich wollte schon immer Automobil-Mechatronikerin werden.» Sie hat sich noch über andere Lehrberufe informiert: «Ich wollte mir die Bestätigung holen, dass es wirklich das ist, was ich machen möchte.»
Ausserdem hat sie Tipps von Bekannten bekommen, die in der Automobilbranche tätig sind. Im Vorfeld hat Valentina drei Schnupperlehren absolviert. Diese haben sie in ihrer Entscheidung bestärkt. Die Betriebe haben ihr geraten, den AGVS (Auto Gewerbe Verband Schweiz) Eignungstest zu machen. Bei der Berufswahl können Jugendliche feststellen, auf welcher Stufe sie sich für eine Ausbildung im Automobilgewerbe eignen. Für den Test kann sich jeder online (https://app.edubit.ch/registration/agvs) anmelden. Ausserdem können die Testresultate der Bewerbung beigelegt werden, ein klarer Vorteil bei der erfolgreichen Lehrstellensuche!

Das Bewerbungsschreiben ist die Visitenkarte

«Es ist wichtig, dass du deine Bewerbung in drei Teile aufbaust: wieso ich, wieso das Unternehmen und warum dieser Beruf», rät Valentina. «Die Bewerbung sollte nicht künstlich wirken und auf Fremdwörter verzichten. Denn bedenkt, dass die Person, die eure Bewerbung liest, mit euch das Gespräch später führen wird. Eine saubere Darstellung ist ebenfalls wichtig. Und zu guter Letzt: Lasst die Bewerbung von jemanden gegenlesen!», empfiehlt die Lernende.

Eine Absage ist nicht das Ende der Welt

Unter den Zusagen hat Valentina auch eine Absage bekommen. Die Motivation hat sie aber nicht verloren: «Von einer Absage darf man sich nicht runterziehen lassen. Man muss den Unternehmen zeigen, dass man motiviert ist. Wenn du eine Absage unbegründet bekommst, frag unbedingt nach dem Grund. Bleib selbstkritisch und nimm einen Rückschlag als Chance, dich zu verbessern, wahr.»

Die Expertin empfiehlt

Fitore Velija ist Projektleiterin in der Berufsbildung. Sie weiss, worauf es ankommt, wenn es um eine gute Bewerbung geht. «Valentinas Tipps sind sehr gut. Ergänzend rate ich, im Bewerbungsschreiben die Motivation in Vordergrund zu stellen. Wir wollen den Beweggrund herausspüren, warum die Lernenden sich bei der AMAG bewerben. Durch die Begründung sehen wir als Berufsbildner, dass sich die Kandidaten mit dem Unternehmen und dem Beruf auseinandergesetzt haben.» Ein weiterer Tipp der Expertin ist die Selbstreflektion im Motivationsschreiben: «Jeder hat Stärken und Schwächen. Wichtig ist, die Schwächen zu kennen und an ihnen zu arbeiten. Wenn jemand schwach in Mathematik ist und in der Bewerbung darlegt, dass er Nachhilfe nimmt, zeugt das von reflektiertem Denken.»

Im Lebenslauf machen vor allem Schnupperlehren und ausserschulische Aktivitäten Eindruck. «Wenn wir sehen, dass ein Kandidat in verschiedenen Bereichen geschnuppert hat, ist das ein gutes Zeichen. Er hat demnach versucht, herauszufinden, welcher Beruf zu ihm passt. Die Freizeitaktivitäten eines Kandidaten finden wir sehr spannend, bspw. wenn er in der Pfadi ist oder ein Musikinstrument spielt», erklärt Fitore. Mit solchen Aktivitäten im Lebenslauf sticht ein Anwärter aus der Masse heraus.

Das Bewerbungsdossier enthält:

• Bewerbungsschreiben
• Lebenslauf mit Foto
• Schulzeugniskopien
• Berichte von Schnupperlehren
• Kopien von Sprachaufenthalten, Kursen etc.

Lehrstelle bei der AMAG

Die AMAG ist einer der grössten Ausbildungsbetriebe in der Schweiz. Das Unternehmen ist modern ausgerichtet und unterstützt Lernende bei ihrem Werdegang in der Berufswelt. Attraktiv sind die vielen Benefits (z. B. schenkt dir die AMAG 15 Fahrstunden). Die jungen Berufseinsteiger sollen bei der AMAG nicht nur für ihren Abschluss lernen, sondern gleich fürs Leben.

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