Der Volkswagen Konzern hat sich zum Pariser Klimaabkommen verpflichtet. Dies bedeutet: Bis 2050 eine bilanzielle CO2-Neutralität erreichen. Nach und nach setzen die Automarken auf einen klimaneutralen Lebenszyklus bei Elektroautos – von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling. Oftmals wird dies in drei Aspekte unterteilt:

1. CO2 wirksam und nachhaltig reduzieren

Dazu werden sämtliche interne Prozesse der Produktion überprüft und überarbeitet, die Abfallproduktion verringert oder optimal wiederverwertet und nicht zuletzt Materialkreisläufe geschlossen und beispielsweise Aluminium wiederverwertet. Der Transport der Fahrzeuge wird optimiert.

Zudem werden sämtliche Lieferketten überprüft und optimiert: Die Produktion leistungsstarker Batterien erzeugt mehr CO2 als ein Fahrzeug mit klassischem Benzin- oder Dieselmotor. Da dieser Bestandteil nicht vom Werk selbst hergestellt wird, werden die Lieferanten der vorgelagerten Produktion von Material und Bauteilen bis hin zum Abbau der dafür benötigten Rohstoffen genaustens unter die Lupe genommen. Die Batteriezellen für den VW ID.3 werden beispielsweise ausschliesslich mit Grünstrom produziert. So sinken die CO2-Emissionen aus diesem Bereich fast auf null. Kann ein Lieferant die hohen Anforderungen nicht erfüllen, kommt kein Vertrag zustande – mit keiner Marke des VW Konzerns.

2. Auf erneuerbare Energien umstellen

Die Dächer des Werks Audi Hungaria beispielsweise sind mit einer riesigen Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Darüber hinaus wird 70 Prozent des Wärmebedarfs mit Erdwärme gedeckt. Das VW-Werk in Zwickau wird seit 2019 mit Ökostrom aus Wasserkraftwerken, Wind- und Solarparks versorgt. Umgebaute oder neue Hallen minimieren den Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch.

3. Nicht vermeidbare Emissionen werden kompensiert

Emissionen, die (noch) nicht vermieden werden können, werden über Klimaschutzprojekte kompensiert. Nicht selten liegt dabei der Fokus auf dem Waldschutz und der Wiederaufforstung in den Tropen. Die Projekte sind nach den höchsten internationalen Standards „Verified Carbon Standard“ (VCS) sowie „Climate Community and Biodiversity Standard“ (CCB) oder „Gold Standard“ zertifiziert.

Nachhaltigkeit bedeutet auch Langlebigkeit: So gibt der VW Konzern auf die Batterien seiner Elektroautos 160’000 Kilometer respektive 8 Jahre Garantie.

Am Ende des Lebenszyklus eines Elektroautos steht das Recycling der Batterien. Der Artikel zum Autobatterierecycling folgt im Januar 2021.

4 Kommentare

  • Stephan Rauch

    Wie ist das mit der Lieferkette? Ist diese transparent? Stichwort Herkunft Kobalt.

    • Christine Emch

      Hallo Stephan
      Informationen zur Lieferkette findest du beispielsweise auf den Seiten der Marken VW oder Audi.

      • Stephan Rauch

        Danke für die Antwort. Das dachte ich mir eben: Demokratische Republik Kongo. Der Beitrag CO2 neutral ist zwar gut aber eben leider fragmentiert und gibt nicht die ganze Wahrheit preis. Der Makel der E-Mobilität liegt eben auch in den Kobaltminen und der Tatsache, das hierbei die D.R. Kongo leider weltweit eine Monopolstellung einnimmt. Themen wie Kinderarbeit (soll angeblich nicht mehr vorkommen), rücksichtslose Abbaupraktiken mit zum Teil Todesfolgen und massive Umweltverschmutzung, werden leider ausgeblendet. Das Bild der E-Mobilität wird nur zum Teil gezeigt und die hässlichen Stellen werden abgedeckt und todgeschwiegen.

        • Christine Emch

          Danke für deinen Input! Ich nehme das Thema der Lieferkette gerne als Thema für auf unserem Blog auf, wo wir das genauer anschauen.