Wie lange arbeitest Du schon bei der AMAG und in welchen Funktionen?
1999 habe ich als Werbekoordinator SEAT bei der AMAG angefangen. Ungefähr eineinviertel Jahre später wurde ich Werbeleiter AMAG. Ich habe die Werbeabteilung auf Gruppenebene sieben Jahre lang geführt, dabei war ich aber immer noch persönlich für die Marke SEAT zuständig. Danach ging es wieder ganz retour zum spanischen Brand – fast zwölf Jahre als Head of Marketing und seit 1. Juli 2018 als Teamleader Marketing Communication SEAT.

Du warst schon von Anfang an bei der SEAT Music Session dabei – wie kam es zu dieser Konzertreihe?
Der damalige SEAT Markenchef und ich waren von Phil Dankner an die Bluewin Christmas Session eingeladen worden. Diese Konzertreihe beinhaltete bereits das Allstar-Konzept, es gab aber noch keine 360°-Bühne wie bei der SEAT Music Session. Wir waren sehr beeindruckt vom Format und von der einzigartigen, intimen Konzertatmosphäre.
Damals stand die Einführung des SEAT Exeo bevor. Für unsere Händler waren wir noch auf der Suche nach einem hochwertigen Kundenevent, welcher zur jungen, wilden, spanischen Marke sowie dem neuen Modell

Andy Huwyler, Teamleader Marketing Communication SEAT, ist seit der ersten SEAT Music Session dabei

Andy Huwyler, Teamleader Marketing Communication SEAT

für das Mittelklasse-Segment passte. Die Initial-Idee war dann eine Exeo Music Session. Wir merkten aber schnell, dass es nicht sinnvoll war, einen solchen Event an ein einziges Modell zu koppeln. Denn Fahrzeugmodelle ändern schnell und der Name des Events, welcher sich bis dann etabliert hätte, müsste dann wieder angepasst werden. Darum entschieden wir, den neuen Event «SEAT Music Session» zu nennen. So konnten wir die Konzertreihe langfristig etablieren.

Habt Ihr gedacht, dass die SEAT Music Session so erfolgreich sein wird?
Wir waren von Anfang an begeistert von Phil Dankners Konzept. Seitens SEAT haben wir immer an den Erfolg geglaubt – auch wenn manche Stimmen meinten, wir sollten uns aufs Autoverkaufen konzentrieren (schmunzelnd, Anm. d. R.).

2009 startete die erste Tour. Kannst Du Dich noch an das erste Konzert erinnern?
Das erste Konzert war eine Art Probekonzert im Rahmen einer Händlertagung in Gstaad. In der Curlinghalle haben wir als Rahmenprogramm eine erste SEAT Music Session veranstaltet. Diese erste Session kam extrem gut an und da wussten wir, dass es funktionieren wird.

Was ist das Spezielle an der SEAT Music Session?
Zum einen natürlich die 360°-Bühne. Zum anderen ist die SEAT Music Session ist eine Art All-Star-Session. Es sind nebst Phil Dankner immer fünf bis sechs Künstler dabei. So wird sichergestellt, dass es immer für jeden Musikgeschmack etwas dabeihat. Im ersten Teil singt jede/r zwei Stücke aus dem eigenen Repertoire. Danach starten die Sessions miteinander – zu zweit oder alle zusammen. Und nach der Pause im zweiten Set wird das Zusammenauftreten intensiviert. Das kreiert dieses einzigartige Jam-Session-Feeling und die Spielfreude der Künstler überträgt sich sehr schnell aufs Publikum. Das Konzept wurde stetig weiterentwickelt. Es sind immer Topkünstler dabei, aber nicht zwingend solche, die durch Medien schon sehr bekannt sind. Für unser Konzept braucht es Acts, die bereit sind, sich die Bühne mit anderen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Es hat immer einen Künstler aus der Schweiz, fast immer auch jemand aus Deutschland und einen oder eine Künstlerin aus dem Soulbereich. Phil Dankner amtet seit der ersten Stunde als Musical Director und Host der Show. Sämtliche Musikstile werden gemischt von Soul über Blues, über Rock oder z.B. Country (für 2019 geplant).

Wie wird das Ensemble zusammengestellt?
Das geschieht im Austausch mit Phil Dankner. Er macht das hervorragend, er hat das Gespür, die richtigen Musiker miteinander zu kombinieren. Phil Dankner macht jedes Jahr die Vorschläge und wir geben zu den Künstlerinnen und Künstlern ein Go oder No-Go.

Wie unterstützt die SEAT Music Session den Brand?
Ganz wichtig sind dabei die Emotionen, welche während jedem Konzert von den Künstlern auf das Publikum übertragen werden und natürlich zurück. SEAT ist ein sehr emotionaler und junger Brand. Und es gibt kaum etwas, was besser Emotionen weckt, als Musik – noch besser natürlich Live-Musik. Musik verbindet die Menschen und ist eine universelle Sprache. Jeder versteht sie, hat seine Meinung und natürlich seine Vorlieben. Mit Musik kann man sehr viele positive Gefühle erzeugen.

Was bedeutet das Jubiläum für SEAT Schweiz?
Es ist eine absolute Erfolgsgeschichte. Es ist nicht selbstverständlich, dass man einen derartigen Event so lange durchführen kann. Das 10-jährige Jubiläum beweist einerseits natürlich den Erfolg der SEAT Music Session. Andererseits zeigt es den grossen AMAG internen Support für den Anlass. Wenn man wie ich von Anfang an dabei ist, erfreut es umso mehr, dass sich die SEAT Music Session so gut etabliert hat.

Was sind Deine Highlights aus den 10 Jahren SEAT Music Session?
Da gibt es unzählig viele. Jedes Jahr gibt es Magic-Moments, wie wir sie nennen. Zum Beispiel in dem Jahr, als der Amerikaner Marc Broussard und Ritschi zusammen eine von Ritschi’s Balladen sangen. Im Laufe der Tournee sang Marc Broussard dann auch die schweizerdeutschen Parts von Ritschi mit. Nach der SEAT Music Session haben sie den Song sogar zusammen im Studio aufgenommen. Die beiden sind dieses Jahr übrigens auch wieder dabei, denn wir haben im Jubiläumsjahr eine Auswahl der Highlights aus den vergangenen zehn Jahren eingeladen.

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